Infos & Service

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

Unsere Krankenhäuser bieten Diagnostik und Therapie für die verschiedensten Krankheiten an.

Onkologie

In unserer Abteilung behandeln wir alle urologischen Tumore nach modernsten chirurgischen Verfahren. Im Einzelnen sind dies folgende Erkrankungen:

  • Prostatakarzinome
  • bösartige Blasentumore
  • bösartige Nierentumore
  • bösartige Harnleitertumore
  • Peniskarzinom
  • bösartige Hodentumore

Die Therapie dieser Erkrankungen umfasst eine moderne Tumorchirurgie sowie je nach Erkrankungsgrad die gezielte Chemotherapie. Neben diesen Verfahren bieten wir auch alternative Behandlungsmethoden an.

Die Therapie des Prostatakrebses ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Abteilung. Die komplette Entfernung der Prostata ist der sicherste Weg zu einer Heilung.

Als Verfahren kommt bei uns zur Anwendung:

Die Prostataentfernung durch die moderne laparoskopische Methode ("Bauchspiegelung" oder "Schlüssellochoperation").

Nur 5% aller deutschen urologischen Kliniken können ihren Patienten die laparoskopische Technik anbieten.
Hier wird die Prostata über Hülsen mit langen Instrumenten unter Kamerasicht entfernt, eventuell auch die Lymphknoten im Operationsgebiet, je nach PSA-Wert.


Die Patienten stehen am folgenden Tag auf und können essen und trinken.

Seit August 2003 führen wir diese Methode extraperitoneal durch (=endoskopisch extraperitoneale radikale Prostatektomie).

Diese verfeinerte laparoskopische Methode umgeht den Weg durch die Bauchhöhle und verhindert so zusätzliche Darmirritationen und mögliche Verletzungen von in der Bauchhöhle befindlichen Organen. Weitere Vorteile sind eine schnelle Frühkontinenz und eine maximale Schonung der für die Potenz wichtigen Strukturen.

Live-Operationsworkshop

Aufgrund unserer Erfahrungen haben wir seit November 2004 in regelmäßigen Abständen einen Live-Operationsworkshop für interessierte ärztliche Kolleginnen und Kollegen in unserem Haus etabliert.

Weitergehende Informationen zum Workshop
klicken Sie hier: Broschüre Operationsworkshop  (PDF Dokument)

Wir sind Referenz- und Hospitationsklinik für laparoskopisch extraperitoneale radikale Prostatektomie.


Neues bei der Erkennung und Behandlung von Blasentumoren

Die Freude an der erfolgreichen Entfernung von Blasentumoren wird in 70% der Fälle durch ein erneutes Auftreten dieser Tumoren an gleicher oder anderer Stelle der Blase getrübt. Blasenspiegelungen in dreimonatlichen Intervallen sind daher zum frühzeitigen Erkennen dieser sogenannten Rezidive erforderlich. Dabei können jedoch mit dem bloßen Auge und normalem Licht kleinflächige Geschwülste und Vorstadien leicht übersehen werden.

Durch eine photodynamisch wirksame Leuchtsubstanz (ALA) ist es bei der Spiegelung und anschließender Entfernung mit ultraviolettem Licht möglich, die Tumoren und deren Vorstadien nachzuweisen, bevor sie mit normalem Weißlicht erkennbar sind. So kann dieses Tumorgewebe entfernt werden, bevor es mit normalem Licht erkennbar wird.

Diese neue Methode wenden wir seit geraumer Zeit bei Blasentumor-Patienten an. Sollte das Tumorwachstum weiter fortgeschritten sein, bieten wir selbstverständlich die weiterführende komplette Blasenentfernung und den Ersatz der Blase durch eine "Darmblase" an. Diese Operation gehört zu unseren Standardverfahren und wird nach neuesten operationstechnischen Gesichtspunkten durchgeführt.

Eine eventuell notwendige Chemotherapie kann auch ambulant erfolgen, ggf. über ein von uns zuvor implantiertes venöses "Port-System", welches ein ständiges "Neustechen" mit Nadeln in den Arm verhindert. (Siehe auch "Implantate")


Bösartige Nieren- und Harnleitertumore

Hier wird über die Operationsmethode individuell nach Tumorart, Tumorgröße und Konstitution des Patienten entschieden. Meistens kommen offene Operationsverfahren zur Anwendung, wobei bei Einzelnieren auch die Nierenteilentfernung in Frage kommt. Bei kleinen Nierentumoren ist ebenfalls eine Organerhaltung je nach Lage des Tumors möglich. Es wird auch die laparoskopische Methode ("Schlüssellochoperation"), wie beim Prostatakarzinom beschrieben, angewendet.


Bösartige Penis- und Hodentumore
Bei Hodentumoren kommt meist eine Organentfernung als erster Schritt in Frage. Je nach Tumorausbreitung führen wir auch die weitere Therapie durch, zum Beispiel die Lymphknotenentfernung im Bauch oder eine Chemotherapie nach modernsten Gesichtspunkten.

Die Chemotherapie wird ambulant durchgeführt, sodass unsere Patienten nur wenig Zeit im Krankenhaus verbringen müssen. Kosmetischen Ersatz schafft auf Wunsch eine Hodenprothese (Siehe Kapitel "Implantate"). Das seltene Peniskarzinom erfordert ebenfalls eine sehr individuelle Therapie, die von der Operation mit Teil- oder Komplettentfernung des Organs bis zur zusätzlichen Chemotherapie reichen kann.