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Welche Krankheitsbilder werden behandelt?
Unsere Krankenhäuser bieten Diagnostik und Therapie für die verschiedensten Krankheiten an.
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Steintherapie / Nieren- und Harnleitersteine
Harnsteine haben sich in unserer Gesellschaft zu einer Volkskrankheit entwickelt. Bereits 5% der Bevölkerung leiden unter den Folgen einer Steinbildung im Urogenitaltrakt. Die Häufigkeit ist steigend. Ursachen hierfür sind, neben einer genetischen Veranlagung das Geschlecht (Männer sind ca. dreifach häufiger betroffen), Ernährungsfehler und mangelnde Bewegung.
Wie entstehen Harnsteine?
Durch Auskristallisation von Stoffwechselabbauprodukten die normalerweise in gelöster Form im Urin vorkommen entstehen Steine in der Niere. Neben einer zu hohen Ausscheidung steinbildender Substanzen (Kalzium, Oxalat, Harnsäure,…) und einer zu geringen Ausscheidung protektiver Substanzen (Magnesium, Zitrat,…) ist der pH- Wert des Urins wichtig. Auch Harnwegsinfekte können eine Rolle bei der Steinbildung spielen.
Welche Symptome machen Harnsteine?
Symptome der Harnsteine sind stärkste Schmerzen in der Flanke, die je nach Lage des Steines in den Unterbauch ausstrahlen können („Nierenkolik“). Oft treten begleitend Übelkeit und Unruhezustände auf. Zusätzlich können Blutbeimengungen im Urin (Hämaturie) erkennbar sein. Eine akute Nierenkolik erfordert in der Regel eine stationäre Behandlung. Die Erreichung der Schmerzfreiheit steht zunächst an erster Stelle.
Therapie von Harnsteinen
70 bis 80% der Harnleitersteine gehen bei einer entsprechenden konservativen Therapie von selbst ab und werden mit dem Urin ausgeschieden. Ist dies nicht der Fall oder handelt es sich um größere Steine stehen uns alle modernen Therapieverfahren der minimalinvasiven Steinbehandlung zur Verfügung.

- Stoßwellensteinzertrümmerer
ESWL
Als bewertes Verfahren stellt die Stoßwellentherapie eine schonende Möglichkeit dar, Steine in der Niere zu zertrümmern, damit diese „auf natürlichem Wege“ ausgeschieden werden können. Die so genannte ESWL (= Extrakorporale Stoßwellentherapie) wird radiologisch oder mit Ultraschall gesteuert. Die Gabe von Schmerzmitteln ist zu Beginn der Behandlung Standard. Eine Narkose ist jedoch nicht erforderlich.

- flexibles Ureterorenoskop
URS - Harnleiterspiegelung
Die Harnleiterspiegelung stellt heute das Verfahren der Wahl in der Therapie des Harnleitersteines dar, denn dort wo die ESWL an ihre Grenzen stößt stehen uns heute moderne endoskopische Verfahren zur Verfügung um Steine mit höchster Sicherheit direkt zu entfernen. Durch die Kombination von beweglichen Geräten und Lasersonden können heute Steine an Stellen im Nierenbecken behandelt werden, die noch vor kurzem nur unzureichend zu therapieren waren.
PCNL - Percutane Nephroskopie mit Steinzertrümmerung
Bei großen Nierensteinen ist die Schlüsselloch-OP der Niere (PCNL) das Verfahren der Wahl. Hierbei kann der Stein über einen winzigen Schnitt in der Flanke (ca. 1 cm) aus der Niere entfernt werden.

- Holmuimlaser
Holmiumlaser
Bei allen modernen operativen Verfahren steht uns ein hochmoderner Laser zur schonenden und effektiven Behandlung von Steinen zur Verfügung.
Metaphylaxe - Vorsorge
Die Analyse der Steine und falls möglich eine medikamentöse Therapie bestimmter Steine sowie Empfehlungen und Verhaltenmaßregeln zur Vorbeugung von Rezidiven runden unser Behandlungskonzept ab.