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Zweiter Urologen-Kongress in Krefeld stellt Prostatavergrößerung in Mittelpunkt
Bestehende Behandlungsstrategien gegenüber neuen Methoden
Krefeld-Uerdingen. Einen Überblick über bestehende Behandlungsstrategien bei gutartigen Prostatavergrößerungen (BPS-Benignes Prostatasyndrom) gibt das zweite „Colloquium urologicum Crefeld“ am 25. Oktober 2008. Eingeladen zu diesem Ärztekongress hat Dr. Jens Westphal, Chefarzt der Urologischen Klinik am St. Josefshospital Uerdingen. Namhafte Referenten aus Deutschland und der Schweiz haben ihr Kommen zugesagt. Der Kongress findet im Novotel, Krefeld, statt.
„Wir wollen die konservativen Behandlungsstrategien den operativen Möglichkeiten gegenüberstellen und aufzeigen, wann welcher Weg zum Erfolg führt“, erläutert Jens Westphal. Das „Colloquium urologicum Crefeld“ wurde 2007 von ihm gegründet. Sowohl niedergelassene als auch klinisch tätige Urologen aus ganz Deutschland werden erwartet.
Lasereinsatz in der Urologie
Kontrovers werden die unterschiedlichen Laserverfahren diskutiert. „Zwei Fachleute werden beide Möglichkeiten vorstellen. Zum einen gibt es den Greenlight-, zum anderen den Revolix-Laser“, führt Jens Westphal aus. „Wir hier in Uerdingen setzen beispielsweise auf den Revolix-Laser.“
Beide Varianten haben Vorteile: sie sind sicher, effektiv und erlauben die unmittelbare Entfernung des vergrößerten Gewebes. Auch blutet die Wunde nicht. Die Laser-Verfahren zeigen vergleichbare Ergebnisse wie herkömmliche Methoden, sind aber schonender für den Patienten. Auch treten nur sehr selten Komplikationen bei der Laseroperation auf.
Jeder zweite Mann leidet an BPS
Die gutartige Prostatavergrößerung kommt häufig vor. „Jeder zweite Mann über 50 Jahren hat sie und mindestens zehn Prozent müssen im Laufe ihres Lebens behandelt werden“, betont Jens Westphal. Die genauen Ursachen für das altersabhängige Wachstum der Prostata sind noch nicht vollständig geklärt. Die Symptome, die auftreten, sind umso klarer: entweder sind es Probleme beim Wasserlassen oder Speicherstörungen wie häufiger Harndrang. In den Frühstadien der Erkrankung kann eine Therapie mit Medikamenten oft helfen. Ist die Vergrößerung mit Medikamenten nicht mehr zu beeinflussen, erfolgt eine Operation.
