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Jubiläum im St. Josefshospital
20. Workshop zur schonenden Schlüsselloch-Methode bei Prostatakrebs

Stolz auf ihr Jubiläum mit dem 20. Operationsworkshop zur schonenden Schlüsselloch-Methode bei Prostatakrebs im St. Josefshospital Uerdingen sind (v.l.). Thomas Krings (Assistenzarzt und Leiter des Laparoskopie-Schulungszentrums) und Dr. Jens Westphal (Chefarzt der Urologischen Klinik). Das St. Josefshospital gilt als eines der führenden Krankenhäuser auf diesem Gebiet.
Krefeld-Uerdingen. Zum 20. Mal, vom 3. - 4. September, führt Dr. Jens Westphal mit seinem Team einen Operationsworkshop zur schonenden Schlüsselloch-Methode bei Prostatakrebs am St. Josefshospital in Uerdingen durch. „Wir freuen uns sehr, dass wir immer noch in Deutschland auf diesem Gebiet neben anderen Kliniken führend sind“, erläutert der Chefarzt der urologischen Klinik und des Zentrums für laparoskopische urologische Chirurgie das Besondere dieses Workshops.
Interesse ist ungebrochen
Teilnehmer sind Ärzte aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland, die sich in dieser neuen Operations-Methode weiterbilden wollen - von Assistenzärzten über Oberärzte bis zu Chefärzten. Zwei Tage lang dauert der Workshop, der das neue Wissen vermittelt. Durch die Beobachtung von drei Operationen sowie durch die Vermittlung der theoretischen und praktischen Grundlagen im klinikeigenen Laparoskopieschulungszentrum lernen die interessierten Ärzte dieses Operationsverfahren von Jens Westphal.
Gemeinschaftlich mit dem damaligen Chefarzt der Urologie und Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Wolfgang Wagner, rief er 2004 diesen Workshop ins Leben. Auch nach seiner Ernennung zum Nachfolger von Wolfgang Wagner zum Chefarzt der Urologie im Jahr 2006, führte Jens Westphal die Workshops weiter. Pro Jahr werden vier bis sechs der Lehrgänge durchgeführt. Das Interesse daran ist ungebrochen. Für dieses Jahr ist noch ein weiterer Operationsworkshop geplant, für 2009 stehen vier Termine ebenfalls fest.
Unterstützt in der Durchführung der Workshops wird Jens Westphal vom Leiter des Laparoskopie-Schulungszentrums, Thomas Krings, Assistenzarzt der urologischen Klinik.
Vorteile für Patienten
Bei der Schlüsselloch-Methode, auch Laparoskopie genannt, werden die erkrankte Prostatadrüse und gegebenenfalls auch die Lymphknoten im Operationsgebiet unter Kamera-Einsicht mit langen Instrumenten und über Hülsen entfernt.
Diese Methode vermindert die Risiken für den Patienten erheblich. Der Eingriff erfolgt über kleine Hautschnitte im Unterbauch. Dabei werden die unteren Schichten der Bauchmuskulatur auseinander geschoben. Auf dem Bildschirm erscheinen dann die Bilder vom Becken des Patienten in fünf- bis 10-facher Vergrößerung, so dass sicher operiert werden kann.
Durch die kleinen Schnitte ist der Blutverlust gering. Auch klagen die Patienten nach dem etwa zweistündigen Eingriff nur über geringere Schmerzen und leiden weniger an einer nach-operativen Blasenschwäche (Harninkontinenz). Die Erhaltung der Potenz ist durch dieses Operationsverfahren ebenfalls gewährleistet. So ist es dem Patienten bereits am ersten Tag nach der Operation möglich, aufzustehen, zu essen und zu trinken. Da der Zugang zur Prostata nicht durch die Bauchhöhle, sondern innerhalb der Bauchdecken erfolgt, werden zusätzliche Risiken wie Darmirritationen und Verletzungen von Organen innerhalb des Bauchraums gemindert.