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Rezertifizierung
St. Josefshospital zertifiziert:
Bei diabetischem Fuß in guten Händen
Krefeld-Uerdingen. Zunächst kommt die Zuckererkrankung (Diabetes mellitus), dann bekommt ein Teil der Patienten nach Jahren Probleme an den Füßen. Fachleute nennen es den „diabetischen Fuß“. Wenn jetzt nicht richtig geholfen wird, folgen große Probleme, die bis zur Amputation führen können.
„Hier können wir kompetent helfen. Denn mit uns Diabetologen arbeiten Chirurgen, Gefäß-Spezialisten, Fußpfleger (Podologen) und Orthopädie-Schuhmacher-Meister Hand in Hand - zum Wohl des Fußes“, erläutert Professor Dr. Tobias Zekorn, Chefarzt Innere Medizin des St. Josefshospitals in Krefeld-Uerdingen. „Es ist eine unserer Stärken, eine solche Zusammenarbeit aufzubauen und zum Wohle des Patienten auch zu leben.“
Gleich für zwei Bereiche wiederholt ausgezeichnet:
Das Hospital und die Abteilung Innere Medizin sind erneut von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifiziert worden. Und das gleich für zwei Bereiche: sowohl für die stationäre Behandlung von Diabetes mellitus (Typ 2), als auch für das diabetische Fußsyndrom, den so genannten diabetischen Fuß. Beide Bereiche sind bereits in der Vergangenheit erfolgreich überprüft worden. Mit der Rezertifizierung soll sichergestellt werden, dass die Anforderungen auch durchgängig eingehalten werden.
Die Voraussetzungen für die Zertifizierung sind streng und steigen ständig: neben einer ausgewiesenen diabetologischen Kompetenz der Klinik für Innere Medizin müssen auch Kooperationen mit weiteren Partnern eingegangen werden. „Diese Zusammenarbeit mit ärztlichen und nicht-ärztlichen Partnern gewährleistet eine kompetente Rundumversorgung“, betont Zekorn.
Vorbeugung kann Amputation verhindern
Diabetiker sind etwa 40-mal häufiger von Fußamputationen betroffen
als Nichtdiabetiker. In Deutschland werden jährlich rund 28.000 Amputationen bei Zuckerkranken durchgeführt. Etwa 25 Prozent der Krankenkassen-Kosten für die Diabetikerversorgung fallen für die Fußbehandlung an.
„Ein Großteil der Amputationen aufgrund des diabetischen Fußsyndroms ließen sich durch richtige Vorbeugung oder frühzeitige Therapie verhindern“, legt Professor Zekorn dar. Die Behandlung eines diabetischen Fußes gehört in die Hände eines ausgebildeten Diabetesarztes und einer Diabetes-Fußambulanz, die entsprechend den Vorgaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in eine Versorgungsstruktur eingebunden ist.
Um Fuß-Patienten auch ambulant helfen zu können, hat die Diabetes-Schwerpunkt-Praxis Dr. Jürgen Hoß am St. Josefshospital eine spezielle Fußambulanz für Diabetiker eingerichtet.
Was ist Diabetes?
Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist.
Es werden hauptsächlich zwei Diabetesformen unterschieden: Typ-1-Diabetes beginnt häufig in der Jugend und entsteht durch die Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen. Typ-2-Diabetes betrifft dagegen meist ältere Menschen. Er beginnt langsam und beruht auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin und einer nicht mehr zeitgerechten Insulinfreisetzung aus der Bauspeicheldrüse nach den Mahlzeiten.
Typische Symptome von Diabetes mellitus sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit. Durch extrem hohe oder extrem niedrige Blutzuckerspiegel kann es zu lebensbedrohlichen Situationen mit Bewusstlosigkeit kommen.
Beim Typ-2-Diabetes kann zu Beginn der Erkrankung durch eine Umstellung des Lebensstils mit mehr körperlicher Bewegung, Reduktion von Übergewicht und Ernährungsumstellung noch geholfen werden. In späteren Stadien ist die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckerregulierung erforderlich und schließlich auch eine Insulintherapie.
Diabetes mellitus ist zwar nicht heilbar in dem Sinn, dass die Erkrankung vollkommen verschwindet. Mit guter Blutzuckerkontrolle können Diabetiker jedoch – abgesehen von der Therapie – ein vollkommen beschwerdefreies und normales Leben führen.
