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Samstag, 23.04.2005

Integrierte Versorgung bei gynäkologischen Eingriffen

Seit Jahren fordert die Politik die Möglichkeiten des ambulanten Operierens intensiv zu nutzen und die integrierte Versorgung voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund haben innerhalb kürzester Zeit die Gemeinschaftspraxis Dr. Rutt, die BARMER und das St. JOSEFSHOSPITAL Uerdingen, einen entsprechenden Vertrag geschlos-sen, der eine strukturierte integrierte Versorgung der Versicherten bzw Patientinnen vorsieht.

Entspannte gesichter der vertragspartner nach der Unterschrift: Bernd Kuß (Landesgeschäftsführer der BARMER Nordrhein), Dr. Georg Thomas Rutt (Niedergelassener Gynäkologe GTK-Krefeld), Prof. Dr. Werner Neuhaus (ehemaliger Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe St. JOSEFSHOSPITAL Uerdingen), Stephan Schaaf-Engels (Leiter Personalwesen St. JOSEFSHOSPITAL Uerdingen).

Seit Jahren fordert die Politik die Möglichkeiten des ambulanten Operierens intensiv zu nutzen und die integrierte Versorgung voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund haben innerhalb kürzester Zeit die Gemeinschaftspraxis Dr. Rutt, die BARMER und das St. JOSEFSHOSPITAL Uerdingen, einen entsprechenden Vertrag geschlossen, der eine strukturierte integrierte Versorgung der Versicherten bzw Patientinnen vorsieht. Unter Einsatz der modernen mikroinvasiven Verfahren (Endoskopie) und mit dem Ziel der Organerhaltung wird den betroffenen Patientinnen ein oft länger andauernder stationärer Aufenthalt erspart, da solche Eingriffe entweder rein ambulant oder kurzzeitstationär (ein bis zwei Übernachtungen) durchgeführt werden können. Dadurch wirde den Patientinnen eine schnelle Rückkehr in das häusliche Umfeld ermöglicht. Selbstverständlich ist mit diesem Modell auch eine höhere Wirtschaftlichkeit verbunden.

Vorteile des Vertrages

Verträge zur Integrierten Versorgung bieten den Vertragspartnern die Möglichkeit, die medizinische Patientenversorgung durch individuelle Verträge mit den entsprechenden Leistungserbringern zu verbessern. Für die Patientinnen bedeutet das eine nahtlose Versorgung von der Einweisung über den Eingriff bis hin zur möglichen Nachbehandlung. Die intensive Vernetzung zwischen den Vertragspartnern sorgt zudem für mehr Qualität und Transparenz in der Behandlung. Gegenstand des vorliegenden Vertrages ist das ambulante Operieren bei krankenhausersetzenden Leistungen bzw. kurzzeitstationären Behandlungen.

Vorteile für die Versicherten

„Wir freuen uns sehr mit der Gemeinschaftspraxis Dres. Rutt, Meyer und Stelzer (Gynäkologischen Tagesklinik Krefeld - GTK) und dem St. JOSEFSHOSPITAL Uerdingen ausgesprochen kompetente Partner auf dem Gebiet der Frauenheilkunde gefunden zu haben,“ so Bernd Kuß, Landesgeschäftsführer der BARMER Nordrhein. Von der Diagnosestellung bis zur vertraglich vereinbarten postoperativen 14-tägigen Nachsorge nach der OP wird die Patientin bzw. Versicherte rundum begleitet. Insbesondere operative Eingriffe im gynäkologischen Bereich bedürfen einer sensiblen und umfangreichen Betreuung der Patientinnen. Dies ist durch das vernetzte Handeln von niedergelassenem Gynäkologen und den Vertragspartnern garantiert. Außerdem ist der BARMER Patientin der OP-Platz binnen vier Wochen nach der Diagnosestellung bei entsprechender Indikation, bei Akutfällen noch früher, gewährleistet.

Für die Versicherten lohnt sich das Mitmachen in jeder Hinsicht: Zum einen kann der Patient sicher sein, dass er in einen optimalen Versorgungsprozess eingebettet ist. Zum anderen profitiert er von einer kürzeren Gesamtbehandlungsdauer. Darüber hinaus beteiligt die BARMER ihre Versicherten an den Einsparungen: Sie erstattet den Versicherten, die an diesem Modell teilnehmen, in satzungsgemäßer Höhe die Zuzahlungen, die im Rahmen der integrierten Versorgung anfallen, bis zu maximal 150 Euro.

Schritt in die richtige Richtung

Der Vertrag zur integrierten gynäkologischen Versorgung in Krefeld ist ein konsequenter Schritt aller Beteiligten zur Entwicklung und zum Angebot von zukunftsweisenden integrierten Versorgungskonzepten. Die Vertragsparteien hoffen, dass sich künftig viele niedergelassene Ärzte an diesem und anderen Modellen beteiligen werden. Das bringt viele Vorteile für alle Vertragspartner, vor allem aber dient es einer besseren, weil effizienteren Versorgung der Patienten.